Die Fachvertretung Funktionsdiagnostik ist die Vertretung für alle Mitglieder des dvta, die in der Funktionsdiagnostik tätig sind. Sie stärkt das Berufsbild nach innen und nach außen und macht es bekannter. Die Fachvertretung organisiert Fortbildungen für MTAF und wirbt neue Mitglieder.
Zeitschrift "Neurophysiologie-Labor"
dvta-Mitglieder können die Zeitschrift "Das Neurophysiologie-Labor" mit rund 50 % Ermäßigung je Band beziehen.
Zentrales Anliegen der Zeitschrift ist die Anleitung und Weiterbildung im Zusammenhang mit allen relevanten klinischen und methodischen Gebieten der Neurologie und neurophysiologischen Diagnostik, die für die tägliche Arbeit notwendig sind.
Treten Sie mit uns in Kontakt und unterstützen Sie uns! Teilen Sie uns Ihre Wünsche, Anregungen und Kritik mit. In der Fachvertretung Funktionsdiagnostik finden Sie für jedes Fachgebiet Ihren Ansprechpartner.
erste Stellvertreterin der FV FD
MTAF (Audiologie)
Ansprechpartnerin für die MTAF in Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Universitätskliniken des Saarlandes
Kirrbergerstr Geb.6
66421 Homburg
Tel: 06841/ 16 22951 christina.weirich-pfaff@dvta.de
Claudia Rössing
zweite Stellvertreterin der FV FD MTAF (HNO/Audiologie)
Mit Inkrafttreten der neuen Geschäftsordnung des dvta 2009 wird die Struktur und Aufgabenverteilung der Fachvertretung MTAF gleichzeitig geregelt.
Die Fachgruppe arbeitet eng mit den Organen der Fachrichtung Radiologie/Funktionsdiagnostik und dem Vorstand zusammen und berät diesen bei der Durchsetzung der Forderungen gegenüber dem Gesetzgeber und den anderen fachlichen Vertretungen.
Um der Ordnung gerecht zu werden, ist auf der ersten Sitzung der Fachgruppe im Januar ein Maßnahmenkatalog erarbeitet worden. Gleichzeitig sind die Sprecherinnen gewählt worden.
Der Arbeitskreis soll sich paritätisch aus Vertreterinnen der Ausbildung und Praxis aller 4 Teilgebiete zusammen setzen. Aus diesem Grund ermutigen wir alle interessierten Kolleginnen zur Mitarbeit in der Fachgruppe!
Dipl.-Med.Päd. Stefanie Stumpe
Sprecherin der Fachgruppe
Der Anteil der MTAF-Mitglieder im dvta ist noch gering. Die Fachrichtung Funktionsdiagnostik ist deshalb an die Fachrichtung Radiologie angeschlossen.
Ausbildung und Tätigkeiten einer MTAF unterscheiden sich allerdings gravierend von denen einer MTAR, so dass für die Bedürfnisse der MTAF spezielle Ansprechpartner benötigt werden. Deshalb wurde dem Antrag zur Gründung eines Arbeitskreises auf der Jahreshauptversammlung 1998 stattgegeben.
Der Arbeitskreis Funktionsdiagnostik (AK-FD) wurde 1998 gegründet. Von da an bis 2000 tagte er mit wenigen Personen und stagnierte dann. 2003 hat der AK-FD die Arbeit wieder aufgenommen und ist mit Mitgliedern besetzt, die Ihre Tätigkeit in allen Fachgebieten (Neurologie, Kardiologie, Pneumologie, Audiologie) der Funktionsdiagnostik ausüben.
Seitdem hat der AK-FD viele seiner gesetzten Ziele erreicht, z. B. eigene Fortbildungen, ein eigenes Programm auf dem MTA-Kongress und eine eigene Seite in der MTA Dialog. Mit der neuen Satzung wurde der Arbeitskreis Funktionsdiagnostik 2009 in die Fachvertretung Funktionsdiagnostik umbenannt.
Gabriele Schäfer-Kuhlke
Historie der Funktionsdiagnostik
1993 wurde das novellierte MTA-Gesetz verabschiedet und die Funktionsdiagnostik war als neuer Zweig in die MTA-Ausbildung integriert. Die Tätigkeit in der Funktionsdiagnostik ist seither ein gesetzlich geschützter Beruf (MTAF) mit entsprechender Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.
Die Geschichte von Ost und West
Die dieses Berufsbild prägende Vorgeschichte ist auch eine Geschichte zwischen Ost und West. Schon 1976 wurden in den neuen Bundesländern medizinisch-technische Assistenten in der Funktionsdiagnostik ausgebildet. Die dreijährige Ausbildung an staatlichen Fachschulen umfasste die klinischen Fächer Neurophysiologie, Kardiologie und Pneumologie. 1994 wurde auch die Audiologie eingegliedert.
In den alten Bundesländern dagegen gab es keine geregelte Ausbildung. Die Tätigkeiten wurden im Betrieb erlernt (learning by doing). Mit höchst unterschiedlichen Voraussetzungen wurden Krankenschwestern, Arzthelferinnen, MTA oder oftmals auch völlig fachfremdes Personal, wie z. B. Sekretärinnen eingearbeitet.
Auf diesen Misstand reagierte schon in den 50er Jahren die Deutsche EEG-Gesellschaft (heute DGKN) und forderte eine zweijährige neurophysiologische Ausbildung für die damals so genannten EEG-Assistenten. Unter ihrer Schirmherrschaft gründeten 1968 engagierte EEG-Assistenten die Fachvereinigung der elektrophysiologischen Assistenten e.V.
Mit enormer Eigeninitiative, hohem Interesse, großer Leidenschaft und mit Unterstützung der deutschen EEG-Gesellschaft wurden regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt.
Mit der 1978 gegründeten Fachzeitschrift “Das EEG-Labor” wurde die Basis für einen Mindeststandard und zur Qualitätssicherheit geschaffen.
Veröffentlichungen, wie z. B. “Wissenskatalog für EEG-Assistenten”, die Richtlinien und Empfehlungen der Deutschen EEG-Gesellschaft sowie die Tätigkeitsmerkmale zu den neurophysiologischen Untersuchungsmethoden waren eine Grundlage zum Selbststudium.
Über eine theoretische und praktische Prüfung konnte das “EEG-Zertifikat” erworben werden.
Die Wende
Fortbildungen können eine Ausbildung nicht ersetzen. Auf diese Probleme und auch auf mangelnde Qualität in der medizinischen Versorgung wurde bei den zuständigen Behörden auf Länder- und Bundesebene immer wieder hingewiesen und Vorschläge zu einer fundierten Ausbildung unterbreitet.
Eine einheitliche MTAF-Ausbildung im Westen wurde dennoch nicht eingerichtet. Dann kam die Wende - im zweifachen Sinne. Unter der Regie der Bundesregierung und des dvta (Deutscher Verband technischer Assistentinnen/Assistenten in der Medizin e.V.) entstand nach schwierigen Verhandlungen und Zugeständnissen das neue, alte Berufsbild MTAF.
Das Zitat von Frederic und Erna Gibbs - sie waren Pioniere der klinisch-neurophysiologischen Diagnostik - ist auf alle Bereiche der Funktionsdiagnostik übertragbar: “Die Fähigkeit, das Elektroenzephalogramm mit einem hohen Qualitätsstandard zu registrieren, die wesentlichen Merkmale der hirnelektrischen Aktivität darzustellen sowie ihre Beziehung zu einem normalen und abnormen Funktionszustand zu verdeutlichen, das gehört derzeit - und so wird es wohl bleiben - zu den entscheidenden Qualitäten von den in der klinischen Elektroenzephalographie tätigen Ärzten und den elektrophysiologischen Assistenten”.
Zeittafel
Neue Bundesländer
1968 Bildung der Berufsgruppe TEA (Technischer EEG-Assistent)
1976 Berufsbild der MTAF an Fachschulen mit Staatsexamen ohne die Fachrichtung Audiologie
Alte Bundesländer
50er Jahre Forderung der deutschen EEG-Gesellschaft nach einer 2- jährigen Ausbildung für Technische Assistenten
1968 Fachvereinigung der elektrophysiologischen Assistenten
1978 eigene Fachzeitschrift “EEG-LABOR”
1985 Anpassung der Tätigkeitsmerkmale für das Berufsbild MTAF
Wiedervereinigung Entstehung des neue Berufes MTAF im Westen
1990 erste Möglichkeit die Funktionsdiagnostik in das MTA-Gesetz einzugliedern
1993 Verabschiedung des MTA-Gesetzes für Gesamtdeutschland
1994 Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für MTAF in Gesamtdeutschland
Unter „Mein dvta” finden Sie Neues aus dem Arbeitsrecht, Foren zum Austauschen und auch einen Service, der unter Dokumenten und Downloads Vorträge der Funktionsdiagnostik aus Tagungen, Kongressen und Fortbildungen für Sie bereit hält.
Melden Sie sich mit Ihrer Mitgliedsnummer und Ihrem Passwort in der rechten Spalte an. Im Bereich Dokumente und Downloads finden Sie die entsprechenden Inhalte.