Die vier Berufe

In der Klinischen Chemie ist die Untersuchung des Blutwassers (Serum/Plasma) Arbeitsschwerpunkt der MTA. Über das Blut stehen alle Zellen des menschlichen Körpers miteinander in Verbindung. Nährstoffe wie Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine, Spurenelemente oder Hormone werden zur Zelle hintransportiert. Im Stoffwechsel entstehende Abfallstoffe werden von der Zelle abtransportiert. Alle diese Stoffe liegen in einer ganz bestimmten Konzentration vor. Abweichungen von dieser Norm bedeuten: “Der Mensch ist krank.” MTLA führen Konzentrationsmeßungen von mehreren hundert Analyten mit den verschiedensten Methoden, Techniken und Geräten durch. Dieser Probenanfall wird z.T. an großen Analysenautomaten “bewältigt”; MTLA bedienen diese Geräte von der Probenvorbereitung bis zur Datenfreigabe. Daher müssen MTLA die Arbeits- und Funktionsweisen dieser Geräte sowie die Meßprinzipien beherrschen. Auch ist es Aufgabe der/des MTLA, ermittelte Daten auf ihre Plausibilität zu prüfen, d.h. z.B. ob die ermittelten Einzelergebnisse zu einem Laborbefund zusammengefügt werden können, der als wichtiger Teilbefund in die ärztliche Diagnostik eingeht. Parallel zu jedem Patientenmaterial wird ein Kontrollmaterial mit bekannter Konzentration analysiert (Qualitätssicherung). Nur wenn der bekannte Wert des Kontrollmaterials wiedergefunden wird, darf das Ergebnis des Patientenmaterials freigegeben werden. Gleichzeitig ist - wie in allen anderen Fachgebieten auch - wirtschaftliches Arbeiten gefragt, d.h. so qualifiziert und so kostengünstig wie möglich!