Die internationale Harmonisierung der Ausbildung ist nach wie vor das Hauptproblem im Beruf der Medizinisch-Technischen Assistenten in der Radiologie (MTRA). Das unterstreicht der Deutsche Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e. V. (dvta) anlässlich der Erhebung aktueller Statistiken zum MTRA-Beruf.
Gemäß den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes bleibt der Frauenanteil unter den MTRA mit 92,4% weiterhin hoch. Besonders erfreulich ist die niedrige Arbeitslosenquote unter den Medizinisch-Technischen Assistentinnen und Assistenten. Nur 4,6% sind auf der Suche nach einer Stelle - dies entspricht einer Arbeitslosigkeit, die weniger als halb so hoch ist wie in der Gesamtbevölkerung im (Jahresdurchschnitt 2006: 9,5%). "Die Berufssituation der MTRA ist paradox: In Deutschland sind sie nur selten arbeitslos, doch international wird der deutsche Berufsabschluss oft nur unter Auflagen anerkannt", so Andreas Pfeiffer, Fachrichtungsvorsitzender des dvta für Radiologie und Funktionsdiagnostik.
Der Hintergrund: Während im europäischen Ausland MTRA einen Abschluss auf Fachhochschulniveau erhalten, wird in Deutschland - bei gleichen Ausbildungsinhalten - lediglich ein "einfacher" Berufsabschluss verliehen. Der dvta fordert deshalb seit Langem akademische Abschlüsse für Medizinisch-Technische Assistenten. "Leider wird dies nach wie vor von Politik und Ärzteschaft verweigert", so Andreas Pfeiffer. Auch bei der Berufsbezeichnung hinkt Deutschland hinterher. International haben sich die Bezeichnungen "Radiographer" und "Radiological Technologist" durchgesetzt. In Österreich wurde, daran angelehnt, die Berufsbezeichnung "Radiologietechnologe/-in" eingeführt. Lediglich in Deutschland enthält die Berufsbezeichnung der MTA noch das Wort "Assistent".
Der Deutsche Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e. V. (dvta) ist mit rund 20.000 Mitgliedern einer der größten Fachorganisation im Gesundheitswesen. Er vertritt die Berufsinteressen der deutschen MTA in Laboratoriums- und Veterinärmedizin, Radiologie und Funktionsdiagnostik. Der Verband tritt unter anderem für eine europaweite Harmonisierung der MTA-Ausbildung und für die Anerkennung von MTA als gleichberechtigte Leistungserbringer in multiprofessionellen Teams in der Gesundheitsversorgung ein.
Pressekontakt:
dvta Andreas Pfeiffer
Spaldingstr. 110 b
20097 Hamburg
Tel. (040) 2 35 11 70
E-Mail: andreas.pfeiffer@dvta.de
Bei folgenden Seminaren sind noch Plätze frei: