Der Deutsche Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e. V. (dvta) drängt auf eine schnelle europäische Harmonisierung des deutschen MTA-Berufsabschlusses. Dies ist die zentrale Forderung der diesjährigen Hauptversammlung des Verbandes, die am vergangenen Samstag (08. März) in Hamburg statt fand.
"In nahezu allen europäischen Ländern werden Medizinisch-Technische Assistentinnen und Assistenten auf Fachhochschulniveau ausgebildet", so Andreas Pfeiffer, dvta-Vorstand für die Fachrichtungen Radiologie und Funktionsdiagnostik. "Deutschland bildet hier eine unrühmliche Ausnahme". Der Hintergrund: Die MTA-Ausbildung in Deutschland wird mit einem Berufsschulabschluss beendet, nicht mit einem akademischen Grad - und das, obwohl die Inhalte auf vergleichbarem Niveau wie im europäischen Ausland sind.
Für deutsche MTA ergeben sich dadurch erhebliche Benachteiligungen auf dem europäischen Arbeitsmarkt, da der deutsche Abschluss im Ausland nicht als gleichwertig anerkannt wird. "Es wird Zeit, dass der Gesetzgeber in Deutschland hier endlich nachbessert und einen akademischen Grad für die MTA-Ausbildung ermöglicht", fordert Andres Pfeiffer. Der dvta tritt für eine modulare Ausbildung ein, die Nicht-Abiturienten weiter den Zugang zum MTA-Beruf offen hält und zur Fachhochschulreife führt. Nach der bisherigen dreijährigen Berufsausbildung können dann Bachelor- und Master-Grade angeschlossen werden, die europaweit vergleichbar sind.
Der dvta ist mit rund 20.000 Mitgliedern einer der größten Fachverbände in der Medizin. Er vertritt die Berufsinteressen der Medizinisch-Technischen Assistentinnen und Assistenten in Deutschland, die in den Fachrichtungen Laboratoriums- und Veterinärmedizin, Radiologie und Funktionsdiagnostik arbeiten.
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dvta Andreas Pfeiffer
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