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Pressemeldung vom 20.09.2006

Medizinisch-technischem Personal drohen massive Gehaltseinbußen

Den rund 80.000 medizinisch-technischen Assistentinnen und Assistenten in Laboratorien, radiologischen und funktionsdiagnostischen Einrichtungen drohen massive Gehaltseinbußen. Das befürchtet der Deutsche Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e.V. (dvta). Grund dafür ist die Ablösung des Bundesangestellten-Tarifvertrages (BAT) durch den Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD). "Sollte es bei der vorgesehenen Grundeingruppierung bleiben, drohen medizinisch-technischen Assistenten Gehaltseinbußen von monatlich deutlich mehr als 100 Euro", so Andrea Michelsen, Vorsitzende des dvta für Laboratoriums- und Veterinärmedizin.

Hintergrund: Der TVöD ordnet MTA im Vergleich zum BAT in niedrigere Gehaltsgruppen ein. So berechnete sich das Einstiegsgehalt einer examinierten MTA als Berufsanfängerin bisher in der Regel nach BAT VI, zukünftig soll die medizinische Fachkraft jedoch in die Entgeltsgruppe 5 des TVöD abrutschen. Für eine ledige medizinisch-technische Assistentin, die im Alter von 23 Jahren in den Beruf einsteigt, ist dies ein Einkommensverlust von rund 100 Euro im Monat. Noch schlechter sieht das Verhältnis bei einer verheirateten MTA mit Kindern aus. Sie muss mit rund 300 Euro weniger Gehalt im Monat leben (1688 Euro statt bisher 1978 Euro).

Der dvta als Interessenvertretung der medizinisch-technischen Assistenten in Deutschland ist mit dieser vorgesehenen Eingruppierung nicht einverstanden und fordert - wie schon der Marburger Bund für die angestellten Ärzte - dass es durch den neuen Tarifvertrag nicht zu einer Schlechterstellung der MTA kommt. "Wir haben seit Jahren gefordert, die überholten Tätigkeitsmerkmale des BAT zu überarbeiten, dies darf aber nicht auf Kosten einer leistungsgerechten Bezahlung geschehen", so Andrea Michelsen. "Wir fordern für MTA eine Eingruppierung mindestens in Entgeltgruppe 7. Ein gut funktionierendes Gesundheitswesen kann nur mit gut ausgebildetem Personal und unter vernünftigen Arbeitsbedingungen aufrecht erhalten werden".

Der dvta ist mit rund 20.000 Mitgliedern einer der größten deutschen Fachverbände in der Medizin. In ihm sind die Medizinisch-technischen Assistenten in Radiologie, Funktionsdiagnostik, Laboratoriums- und Veterinärmedizin zusammengeschlossen.

Pressekontakt:
dvta Andrea Michelsen 
Spaldingstr. 110 b
20097 Hamburg
Tel. (040) 2 35 11 70
E-Mail: andrea.michelsen@dvta.de

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