Presse

Pressemeldung vom 19.04.2005

Stadt Stuttgart baut Ausbildungsplätze ab - Oberbürgermeister bricht Wahlversprechen

Mit Kritik und Unverständnis reagiert der Deutsche Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e.V. (dvta) auf die Pläne zur Schließung der MTA-Schule am Klinikum Stuttgart.

Wie die Stuttgarter Zeitung am vergangenen Samstag berichtete, sollen aufgrund der angespannten Finanzlage des Klinikums die Schulen für medizinisch-technische Assistenten (MTA), für Diätassistenten und Hebammen geschlossen werden. Damit würde die Stadt 230 Ausbildungsplätze abbauen. "Die Situation ist paradox: Noch im vergangenen Jahr hat Oberbürgermeister Schuster sich für einen Ausbau von Ausbildungsplätzen ausgesprochen. Jetzt bricht er sein Versprechen und macht genau das Gegenteil", so Andrea Michelsen, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des dvta. Der Fachverband hält die Schließung der MTA-Schule besonders angesichts der nach wie vor guten Berufsperspektiven der MTA für ein falsches Signal.

"Medizinisch-technische Assistenten haben von allen Medizinfachberufen die niedrigste Arbeitslosenquote. Fast alle Absolventen der Stuttgarter MTA-Schule haben in den letzten Jahren einen Job bekommen", so Andrea Michelsen. Auch das Argument, dass die Ausbildungsstätte den Etat des Krankenhauses über Gebühr belaste, weist der dvta zurück. Durch das neue Krankenhausfinanzierungsgesetz wird eine unabhängige Versorgung der MTA-Schule sichergestellt. Dass in dem von der Stadt als marode bezeichneten Gebäude der Schule größere Baumaßnahmen vorzunehmen sind, kann der dvta nicht erkennen. Zumal noch vor Kurzem mit Millioneninvestitionen neue Laborräumlichkeiten für die Blutzentrale des Klinikums geschaffen wurden, die sich im gleichen Haus befindet.

Pressekontakt:
dvta Andrea Michelsen
Spaldingstr. 110b
20097 Hamburg
Tel. (040) 2 35 11 70
E-Mail: andrea.michelsen@dvta.de

Zurück