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Pressemeldung vom 28.01.2010

dvta kritisiert Nacktscanner-Debatte

Der Deutsche Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e. V. (dvta) kritisiert die Emotionalisierung in der Debatte um so genannte „Nacktscanner“. In der Berichterstattung um die Einführung der Scanner für Sicherheitskontrollen wurden in zahlreichen Medien Bilder von Röntgenaufnahmen gezeigt. „Der Einsatz von Röntgenstrahlung bei den Körperscannern würde schon aufgrund der Strahlenschutzgesetzgebung in Deutschland keinesfalls durchgeführt“, so Andreas Pfeiffer, Fachrichtungsvorsitzender des dvta für Radiologie und Funktionsdiagnostik.

Dem dvta gehören bundesweit rund 20.000 Medizinisch-Technische Assistentinnen und Assistenten an; sie arbeiten unter anderem im zivilisatorischen Strahlenschutz und in der Radiophysik. Der  Fachverband weist darauf hin, dass beim Einsatz der Körperscanner eine Terrahertzstrahlung zum Einsatz käme.  Mit diesem Verfahren ist es zwar möglich, Kleidungsstücke zu durchdringen, und zwar ohne eine ionisierende Bestrahlung wie beim Röntgen. In vielen Medienberichten rund um den Einsatz der Scanner werden jedoch Röntgen-Aufnahmen gezeigt, was einen verfälschenden Eindruck bei Verbrauchern hinterlässt.

Darüber hinaus übt der dvta Kritik am Begriff ‚Nacktscanner’: „Beim Wort Nacktscanner wird eine moralische Anstößigkeit unterstellt“, so Andreas Pfeiffer. „Der Eingriff in die Intimsphäre beim Scannen ist jedoch nicht größter als bei intensivem Abtasten des Körpers durch Sicherheitspersonal, wie es zurzeit tagtäglich stattfindet“.

Der dvta will seine Stellungnahme nicht als Plädoyer Pro oder Kontra Körperscanner verstanden wissen, sondern als Beitrag zur Versachlichung der Debatte.

Pressekontakt:
dvta Andreas Pfeiffer
Spaldingstr. 110 b
20097 Hamburg
Tel. (0 40) 2 35 11 70)
E-Mail andreas.pfeiffer@dvta.de

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